Einführung des Gierschleifrings

DerMortengDer Gier-Schleifring ist eine kritische und unersetzliche elektrische Komponente moderner Windkraftanlagen. Er ist strategisch an der Verbindungsstelle zwischen Gondel und Turm installiert – einer dynamischen Schnittstelle, die während des Betriebs der Turbine einer ständigen Drehbewegung unterliegt. Seine Hauptfunktion besteht darin, das inhärente Risiko von Verdrehung, Abrieb und letztendlichem Bruch der im Turm verlegten Strom- und Steuerkabel wirksam zu eliminieren. Dies würde andernfalls durch die horizontale Drehung (Gieren) der Gondel zur Nachführung der Windrichtung entstehen.

 

Durch fortschrittliche Konstruktion und hochpräzise Fertigung erreicht der Schleifring einen extrem stabilen Gleitkontakt zwischen seinen stationären und rotierenden Komponenten. Typischerweise bestehen diese aus Edelmetallkontakten oder Kohlebürsten in Kombination mit langlebigen Leitringen. Dieser spezielle Kontaktmechanismus ermöglicht einen nahtlosen, 360° drehbaren Kanal für elektrische Energie und Steuersignale und verbindet so die Gondel (rotierende Seite, in der Generator, Getriebe und Steuereinheit untergebracht sind) mit dem Turm (feststehende Seite, an der die zum Stromnetz führenden Kabel befestigt sind).

 

Über die reine Konnektivität hinaus ist dieser Übertragungskanal so konstruiert, dass er auch unter rauen Betriebsbedingungen – wie extremen Temperaturen, hoher Luftfeuchtigkeit, Staub und Vibrationen, die in Windparks häufig auftreten – eine gleichbleibende Leistung erbringt. Er gewährleistet die kontinuierliche, stabile und zuverlässige Übertragung der vom Generator der Turbine erzeugten Hochspannung sowie der Niederspannungs-Steuersignale (z. B. für die Giersteuerung, die Blattverstellung und die Betriebsüberwachung) an das lokale Stromumwandlungssystem und letztendlich an das nationale Stromnetz.

 

Gleichzeitig ermöglicht der Morteng-Gierring durch die Beseitigung von Kabeltorsionskräften der Turbine, sich frei zu drehen und präzise in Echtzeit an wechselnde Windrichtungen anzupassen. Dies maximiert nicht nur die Windenergieausbeute, sondern reduziert auch die mechanische Belastung der Turbinenstruktur. Dadurch verlängert sich die Lebensdauer, die Wartungskosten sinken und die Gesamtzuverlässigkeit der Windkraftanlage wird erhöht. Als wichtiges Bindeglied zwischen den rotierenden und festen Teilen der Turbine hat er direkten Einfluss auf die Sicherheit, Effizienz und den unterbrechungsfreien Betrieb der gesamten Windenergieanlage.


Veröffentlichungsdatum: 04.11.2025